Fußball während der Arbeitszeit – oder der Arbeitgeber des Grauens

Abmahnung

Die WM ist vorbei und …, äääh pardon Frankreich hat gewonnen. Seit dem Ausscheiden der Deutschen Elf schaut natürlich eh keiner mehr Fußball während der Arbeitszeit. Aber die nächste EM, und auch die nächste WM kommen unweigerlich. Bis dahin sollte jeder Arbeitnehmer juristisch gewappnet sein. Hilfestellung hierfür gibt das Arbeitsgericht Köln mit Urteil vom 28.08.2017 Az.: 20 Ca 7940/16.

Im vorliegenden Fall schaute ein Arbeitnehmer gemeinsam mit seinem Kollegen am PC Fußball für einen Zeitraum von etwa 30 Sekunden bis zwei Minuten. Während dieser Zeit hat er natürlich nicht gearbeitet und erhielt eine Abmahnung. Der Arbeitnehmer verlangte nun vor dem Arbeitsgericht Köln, dass die Abmahnung aus der Personalakte entfernt wird. Zu Unrecht, so das Arbeitsgericht Köln.

„Dem Arbeitgeber ist zuzubilligen, dass er auch gegenüber anderen Mitarbeitern deutlich macht, dass er es nicht duldet, wenn ein Arbeitnehmer während der Arbeitszeit beschäftigungslosen Tätigkeiten nachgeht. Zudem ist die Abmahnung noch mit keiner Rechtsfolge verbunden.“

Naja… Die Praxis zeigt, dass jeder Gang zu Teeküche, um sich Nachschub an Kaffee zu holen, in der Regel länger dauert. Auch in dieser Zeit gehen Arbeitnehmer beschäftigungslosen Zeiten nach. Abmahnungen werden dafür aber wohl kaum erteilt.

Aber mal unabhängig von der juristischen Problematik. Mit was für einem Arbeitgeber haben wir es hier zu tun…?

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