Göttin Diana und die entblößten Brüste

Tattoo

Sowas geht natürlich nicht, sagen wir schnell. Doch worum geht es eigentlich. Im vorliegenden Fall wollte ein Bewerber für den Zentralen Objektschutz der Berliner Polizei im Wege einer einstweiligen Verfügung vor dem Arbeitsgericht die anderweitige Besetzung der Stelle verhindern. Hintergrund ist, dass der Polizeipräsident in Berlin den Bewerber aufgrund seiner Tätowierung an seinem Unterarm ablehnte. Die Tätowierung zeigte die Göttin Diana mit entblößten Brüsten. Doch wer ist eigentlich die Göttin Diana. Diana ist in der römischen Mythologie die Göttin der Jagd, des Mondes und der Geburt, Beschützerin der Frauen und Mädchen. Also durchaus positiv besetzt. Problem waren nur die entblößten Brüste. Das Arbeitsgericht Berlin Az. 58 GA 4429/18 Pressemitteilung vom 03.04.2018 musste nun prüfen, ob die Ablehnung des Bewerbers zu Recht erfolgte, ob also die Berliner Polizei bei ihrer Beurteilung Ermessensfehler begangen hat. Die konnte das Arbeitsgericht Berlin nicht erkennen. Das Tattoo auf dem Arm eines Mitarbeiters des Polizeipräsidenten könne von den Bürgerinnen und Bürgern als sexistisch wahrgenommen werden. Auch wenn die Berliner Polizei ihre Einstellungspraxis, was Tätowierungen anbelangt, zuletzt gelockert hat, sofern diese mit den Anforderungen an das Auftreten und die Neutralität der Dienstkräfte in der Öffentlichkeit vereinbar sind.

Fazit: Wer sich für ein bestimmtes Tattoo entscheidet, sollte frühzeitig überlegen, ob dies der weiteren beruflichen Entwicklung ggf. im Wege steht.

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