Gefahr durch Seife

Arbeitsunfall

Einfacher Fall! Arbeitnehmer geht während der Arbeit zur Toilette. Als er sich die Hände waschen wollte, rutschte er auf dem mit Seife verschmierten Boden aus und schlug mit dem Kopf auf das Waschbecken. Das tut weh. Anschließend begab sich der Arbeitnehmer für vier Tage in stationäre Krankenhausbehandlung.

Nun kommt die Berufsgenossenschaft und sagt, dass das kein Arbeitsunfall sei, da der Aufenthalt auf der Toilette grundsätzlich privater Natur sei und daher nicht unter Versicherungsschutz stehe. Nun erhob der Arbeitnehmer Klage und machte geltend, dass er aufgrund des seifigen Toilettenbodens ausgerutscht sei und dies nun mal der Sphäre des Arbeitgebers zuzuordnen sei.

Das sah das Sozialgericht Heilbronn aber gar nicht so. Versicherungsschutz bestehe nur auf und vom Weg zum Klo, aber eben nicht auf dem Klo. Es handele sich um eine regelmäßig unaufschiebbare Handlung, die der Fortsetzung der Arbeit direkt im Anschluss daran diene und somit auch im mittelbaren Interesse des Arbeitgebers liege. Die Verrichtung der Notdurft selber diene aber eigenen Interessen. Es handele sich hierbei um eine eigenwirtschaftliche (private) Tätigkeit und diese sei eben nicht versichert, so das Sozialgericht Seife (pardon Heilbronn) Az. S 13 U 1826/17 v. 27.12.2017.

Ach?!

Wie lösen wir dieses Problem. Ganz einfach. Wir urinieren entweder auf dem Weg zum Klo oder ggf. direkt am Arbeitsplatz. Das müsste dann ja unter Versicherungsschutz stehen und absolut im Interesse des Arbeitgebers sein…

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